
Highlights aus dem Zusammenleben mit meinen Katzen
Die Entstehung der Liebe zu der Rasse
Die Liebe zu der Chartreux Katze wurde schon in meiner Kindheit gesät, durch meine Chartreux-Mix Kater Wamba, mit dem ich sozusagen aufgewachsen bin. Die Mutter von Wamba war eine normale Hauskatze aber der Vater muß wohl ein prächtiger Chartreux-Kater gewesen sein. Leider wurde die Mutter von Wamba, als dieser noch sehr jung war, überfahren und ich habe Wamba liebevoll aufgezogen. Dadurch ist wahrscheinlich eine sehr enge Bindung zwischen uns entstanden. Wamba war ein sehr großer (7 kg) Kater und etwas eigen. Mir gegenüber war er sehr anhänglich und verschmust aber von allen anderen Familienmitgliedern hat er sich eher ungern berühren lassen, was er oft sogar durch zubeißen gezeigt hat. Leider wurde Wamba eines Tages von bösen Menschen vergiftet. Ich habe lange gebraucht um darüber hinwegzukommen.
Meine nächste Chartreuxkatze war eine wundeschöne Dame namens Purzel. Ob Purzel reinrassig war und Papiere hatte weiß ich nicht. Sie ist meinem Mann in einem Alter von ca. 1/2 Jahr zugelaufen und ich war total entzückt, als ich meinen Mann kennenlernte und mich, als ich ihn das erste mal besuchte, diese wunderschöne Katze begrüßte. Das war natürlich nicht der Grund, dass ich dann blieb -:).
Purzel wurde 17 Jahre alt. Nach dem uns Purzel verlassen hatte, wollte ich anfangs kein Tier mehr. Purzel mußte auf Grund Ihrer Krankeit (Wasser in der Lunge) eingeschläfert werden und ich hab Sie schweren Herzens auf ihren letzten Weg begleitet. Da ich jedoch mein ganzes Leben mit einer Katze geteilt hab, hab ich dann doch den Entschluß gefaßt, wieder eine Katze in die Familie aufzunehmen. Und ich wußte, es muß auf jeden Fall wieder eine Chartreux-Katze sein.
Die Suche
Die Suche nach einem neuen Mitbewohner gestaltete sich etwas schwierig. Leider gibt es nicht allzuviel Chartreux Züchter. Und die ersten Chartreux Zücher, bei denen ich nachfragte, waren nicht sehr entgegenkommend, als ich bemerkte, dass ich eventuell auch mal einen Wurf machen möchte.
Schließlich hab ich auf meiner Suche Kontakt zu Frau Franck aufgenommen, die mich auch heute noch bei allen Fragen rund um die Katze und Zucht unterstützt.
Die Abholung
Endlich war es so weit. Voller Aufregung sind wir am 19. November 2006 frühmorgens aufgebrochen um Frau Franck zu besuchen. Frau Franck hatte mir am Telefon gesagt, dass sie einen 4 Monate alten Chartreux-Kater hat, der noch abzugeben wäre und der wegen seiner Schönheit zur Zucht eingesetzt werden sollte. Als ich Quiriakus sah, war ich sofort von diesem wunderschönen Tier begeistert. Aber was war das. Die ganze Zeit, wo wir da waren, umschmuste uns eine 13 Monate alte Katzendamme, besonders meinem Mann schenkte sie sehr viel Aufmerksamkeit und hat immer ihr Köpfchen in seiner Hand gerieben. Frau Franck erklärte uns, dass Felidae, so heißt die Katzendame, auch zum abgeben wäre. Die Entscheidung wurde so ziemlich durch Felidae getroffen und so kam es, wie es kommen mußte. Überglücklich habe ich noch am gleichen Tag Quiriakus und Felidae mit nach Hause genommen und die Entscheidung auch nie bereut.
Der Einzug
So zutraulich wie Felidae in ihrer gewohnten Umgebung war um so scheuer war Sie jetzt in der neuen Umgebung. Sie hat sich ständig versteckt und Quiriakus war auch selten zu sehen, da er ständig Felidae`s Nähe gesucht hat. Ich habe mir dann ein paar Tage frei genommen um den beiden die Eingewöhnung zu erleichtern. Quiriakus war recht schnell aus der Reserve zu locken, da er einem Spiel nie wiederstehen konnte. Felidae hat dann auch sehr schnell ihre Scheu verloren, zu einem da ihre Neugier wohl größer war wie die Scheu und zum anderen, weil Quiriakus sie immer wieder zum spielen aufgefordert hat um mit ihr durch die Wohnung zu toben. Es dauerte nicht lang und Felidae hat sich eingewöhnt. Heute ist sie sehr verschmußt und anhänglich und verfolgt mich, wie auch Quiriakus" auf Schritt und Tritt. Quiriakus ist eher der kleine Wirbelwind, der ständig Aufmerksamkeit braucht. Er will immer im Mittelpunkt stehen und fordert auch durch maunzen dazu auf, wenn er was will. Überhaupt spricht Quiriakus sehr viel, nicht nur wenn er was will, oft auch einfach nur so.
Die beidseitige Eingewöhnung
Nicht nur für die Katzen, auch für mich war es eine Umstellung, mein Leben auf die zwei einzustellen. Morgens eine Stunde früher aufstehen, Katzen füttern, Toilette saubermachen und ganz wichtig - Spielstunde.
Und beim spielen, immer darauf achten, dass keiner zu kurz kommt. Quiriakus ist offensichtlich der Meinung, alles Spielzeug gehört ihm. So verschmust er Feliedae gegenüber auch ist, wenn es um "sein" Spielzeug geht, versteht er kein Spaß. Felidae ist aber, wahrscheinlich auf Grund ihrer größeren Lebenserfahrung, gewitzter als Quiriakus. Sie wartet immer, bis Quiriakus langsam aus der Puste kommt und kommt dann angerannt um sich das Spielzeug zu schnappen.
Abends steht natürlich noch einmal eine Spielrunde auf dem Programm. Wehe ich sezt mich erst hin um kurz auszuspannen. Dann setzt sich Quiriakus vor die Schublade, wo die Spielzeugangeln verstaut sind, mit denen er nicht ohne Aufsicht spielen darf, und meckert mit einem vorwurfsvollen Blick auf mich vor sich hin.

Die gestörte Nachtruhe
Kaum hatten sich die beiden eingelebt, gab es wohl keinen Grund mehr, nachts zu schlafen. Felidae ihr Lieblingsspielzeug war eine kleine mit Sisal umwickelte Rasselmaus. Und sie hatte einen Heidenspaß dabei diese nachts auf dem langen Flur hin und her zu schießen. Quiriakus wollte dann natürlich auch mitspielen und das ganze endete dann generell in einer wilden Verfolgungsjagd - natürlich übers Bett.
Nach zwei Nächten wachte ich dann auf, weil es verdächtig ruhig war. Anstatt froh zu sein, hab ich beunruhigt nachgesehen. Felidae saß im Flur und hat mich fragend angesehen- die Maus war verschwunden. Auch eine Suche mit Taschenlampe (leuchten unter Schränke) hat nichts gebracht. Also am nächsten Tag los und eine neue besorgen. Ich weiß bis heute nicht, wo all die Mäuse abgeblieben sind, die im Laufe der Zeit verschwunden sind und immer wieder durch eine neue ersetzt werden mußten.

Aber ich kann jeden beruhigen, der sich eine Katze ins Haus holen will. Nach einer gewißen Zeit haben die zwei Rabauken gemerkt, dass Frauchen und Herrchen nachts nicht aufzustehen und mit ihnen zu spielen und schlafen jetzt auch nachts - auch wenn Quiriakus anfangs mit vorwurfsvollen Blick vor meinem Bett lag und gelangweilt seine Fellmaus zwischen den Vorderpfoten hin und hergeschossen hat.
Die Rolligkeit
Februar 2007 war es so weit. Felidae wurde rollig. Als ich abends nach Hause kam, benahm sich Felidae doch etwas anders als gewöhnlich. In der Regel wurden ihr Quiriakus Liebesbezeugungen immer sehr schnell zu viel, jetzt war sie diejenige, die ständig mit ihm schmusen wollte. Und war Sie sonst eher ruhig, merkte ich jetzt, dass sie doch ein ganz schön lautes Stimmchen hat. Quiriakus war aber noch nicht so weit. Obwohl sich Felidae wirklich Mühe gegeben hat, Quiriakus zu einer Liebesstunde zu überreden, machte Qurirakus keine Anstalten seinen Liebhaberpflichten nachzukommen. Aber meine Tierärztin meinte eh, es wäre besser, wenn Quiriakus schon ein Jahr alt ist, wenn er deckt.
Die Wurfkiste
Da ich nicht sicher war, ob wirklich nichts passiert ist, habe ich mich vorsichtshalber gleich mal nach einer passenden Wurfkiste umgesehen. Hierfür habe ich eine günstige Spielzeugkiste über e-bay ersteigert und diese zur Wurfkiste umgebaut. Auf die Wurfkiste hab ich dann ein kleines Katzenschlafkissen angebracht, damit diese gleichzeitig als Schlafplatz genutzt werden kann. Aber ein Schlafkissen kommt selten allein. Gott sei dank waren die Kissen gerade im Angebot, da sich die zwei nicht einigen konnten, wer darauf liegen darf. Mittlerweile habe ich um Streit zu vermeiden zwei im Schlafzimmer und zwei im Wohnzimmer.

Das Freigehege
Auch wenn meine zwei Katzen viel Platz zur Verfügung haben, wollte ich Ihnen trotzdem die Möglichkeit geben, auch ins Freie zu können. Zu diesem Zweck haben mein Mann und ich einen Teil unseres Balkons geopfert und den beiden ein Freigehege gebaut. Das Freigehege hat eine Größe von ungefähr 2 auf 3 Meter. Besonders Quiriakus liebt es frühmorgens draußen zu sitzen und die Vögel zu beobachten. Wenn ich zu Hause bin, dürfen sie auch den Rest des Balkons nutzen, wobei ich eines morgens doch froh war, dass Sie im Freigehege und nicht im freien auf dem Balkon waren, denn auf dem Freigehege saß ein rießiger Falke. So schön dieser Falke auch zum ansehen war, in diesem Moment hab ich doch einen ziemlichen Schreck bekommen. Ob meine zwei wohl wußten, wie gefährlich ihnen dieser Vogel werden kann?

Ausstellungen
Auch wenn ich nur eine kleine Hobbyzucht betreiben möchte, möchte ich diese doch zu gut wie möglich machen. Dazu gehört natürlich auch, mit meinen zwei Fellnasen aktiv an Ausstellungen teilzunehmen. Ich finde, so eine Ausstellung ist jedesmal wieder ein Erlebnis. Es gibt so viele verschiedene Rassen und jede Rasse hat etwas besonderes. Auch kann man sich mit Züchtern austauschen, die die gleiche Rasse züchten. Für meine Katzen ist es die meiste Zeit eher langweilig. Außer wenn Sie zum richten müssen, schlafen Sie fast den ganzen Tag. Ich nehme immer einen Doppelkärig, damit sie meh Platz haben und kuscheln können. Am ersten Tag sind sie zumeist sehr aufgeregt, wenn sie zum richten müssen, am zweiten Tag sind sie dann meist mehr ausgeglichen und lassen sich besser präsentieren. Felidae läßt sich sehr gut präsentieren. Quiriakus kommt so langsam ins Flegelalter und versucht seinen Kopf durchzusetzen. Auch ist er mit seine 7 kg natürlich nicht so leicht. Ich habe mir angewöhnt, Felidae und besonders Quiriakus schon vor dem richten aus dem Käfig zu nehmen, um die Katzen mit der Ausstellungshalle vertraut zu machen und ihnen zu zeigen, dass ihnen nichts passiert außerhalb des Käfigs. Auf der letzten Ausstellung, als Quiriakus "Best in Varität" erhalten hat, hab ich der Präsentation schon mit etwas gemischten Gefühlen entgegengesehen. Bei "Best in Varität" werden die jeweiligen Rassesieger vorgestellt. Bei dieser Ausstellung war es so, dass die Tiere in Käfige gesetzt wurden und dann nacheinander vorgestellt wurden. Dabei wurden Sie von einer Helferin präsentiert. Die Helferin hat die Katzen immer weit hochgehoben und ist die Bühne ab und auf gelaufen. Da Quiriakus wie gesagt, gerade sein Flegelalter hat und sehr unruhig war, hatte ich Bedenken, dass er sich "weit hochheben" und "strecken" gefallen läßt. Aber die Bedenken waren um sonst, weil die Helferin Quiriakus mit einem Seufzer "Gott ist der schwer" sofort auf den Tisch gesetzt hat. Zumindest hatte Quiriakus die Lacher der Zuschauer auf seiner Seite.
Die kleine Französin Doris
Ende Juni 2008 ist die keine Doris bei uns eingezogen. Doris ist eine sehr aufgeweckte, lebhafte Katze und nimmt wie selbstverständlich sofort alle Kratzbäume und alles Spielzeug in Beschlag. Doris ist in Frankreich geboren und hat mit Ihrem Charme vom ersten Tag an Felidae und vor allem Quiriakus um die kleine Pfote gewickelt. Ich denke mal, dadurch, dass Doris aus
einer Zucht stammt, in der noch weitere erwachsene Tiere waren, wußte sie von Anfang an, wie sie sich gegenüber Felidae und Quiriakus verhalten muss.
Felidae hat bei ihr eine Art Mutterrolle übernommen. (Streicheleinheiten aber auch kleine Tatzenhiebe, wenn sie allzusehr über die Strenge schlägt.) Quiriakus hat sich auf den ersten Blick unsterblich in die Kleine verliebt. Sie sind vom ersten Tag an unzertrennlich. Wenn Quiriakus nicht damit beschäftigt ist, ihr Liebesarien vorzusingen, toben die beiden gemeinsam durch die Wohnung (momentan heißt das für uns, das die Nachtruhe wieder gestört ist -:) oder sitzen Seite an Seite im Freigehege und bobachten die Vögel.
Aurelia zieht ein
Am 18.07.2008 ist nun auch die kleine Aurelia bei uns eingezogen. Anders wie Doris braucht Aurelia etwas länger um sich an die schon vorhandenen Katzen zu gewöhnen. Während Doris ohne jede Scheu auf Felidae und Quiriakus zugegangen ist, wird von Aurelia erstmal alles mit Fell angefaucht. Ansonsten ist sie jedoch sehr aufgeweckt, erkundet sofort die Wohnung und macht Doris ihr Spielzeug streitig. Aurelia ist sehr menschenbezogen, äußerst verschmust und sucht auch nachts engen Körperkontakt zu uns.
Da Doris und Aurelia gleichermaßen dominant sind, liefern sich die beiden erst mal den einen oder anderen Machtkampf. Wobei man schon merkt, dass sie gern mieinander spielen würden, aber sich noch nicht so recht trauen. Aber Aurelia ist ja auch erst seit zwei Tagen bei uns.
Nachtrag:
Nach nur einer Woche hat sich Aurelia schon sehr gut eingelebt. Die Machtkämpfe zwischen Doris und Aurelia haben sich in spielerische Raufereien umgewandelt.
Quiriakus läßt es sich geduldig gefallen, wenn die kleine Aurelia auf ihm rumturnt oder versucht mit seinem Schwanz zu spielen- Überrhaupt geht Quiriakus sehr liebevoll mit den Kleinen um.
Am längsten hat Felidae gebraucht, Aurelia zu akzeptieren. Während Felidae bei der kleinen Doris sofort eine Art Mutterrolle eingenommen hat, wird die kleine Aurelia von Felidae die ersten Tage sehr mißtrauisch betrachtet und auch kein Körperkontakt zugelassen. Aber mittlerweile akzeptiert sie Aurelia auch schon ganz gut.
Und nun auch Ivanna
Endlich ist es soweit. Im August ist nun auch Ivanna bei uns eingezogen und unsere "kleine" Katzenfamilie ist somit komplett. Ivanna ist eine sehr verschmuste kleine Dame und streicht uns vom ersten Tag wenn wir kurz wegwaren zur Begrüßung lautschnurrend um die Beine. Auch mit den anderen Katzen versteht sie sich nach nur wenigen Tagen sehr gut und Quiriakus macht der hübschen Dame von Anfang an den Hof. Felidae ist anfangs von noch einem Neuzugang nicht so begeistert, gewöhnt sich dann aber auch recht schnell an Ivanna.
Jetzt ist erst mal richtig Leben im Haus angesagt, wenn die fünf spielend durch die Wohnung rasen.
Doris und Quiriakus bekommen Nachwuchs
Mitte Januar war es soweit. Ich habe Quiriakus werben nachgegeben und mit ihm Hochzeit gefeiert. Von diesem Tag an war er noch liebevoller zu mir. Und auch als mein Bauch immer dicker geworden ist, hat das seiner Liebe zu mir keinen Abbruch getan und er hat jeden Tag mit mir gekuschelt und mich ausgiebig geputzt.
Meine Schwangerschaft verlief absolut reibungslos, ich hatte einen gesunden Appetit und bin bis zum letzten Tag viel rumgesprungen.
Ab dem 65. Tag meiner Schwangerschaft hat mein Frauchen mich nicht mehr alleine gelassen. Ich glaub sie hat sich extra frei genommen. Aber meine Babys haben sich viel Zeit gelassen. Am 67. Tag um Mitternacht hab ich dann mein Frauchen geweckt, sie ist sofort aufgesprungen. So viel Hektik nur weil ich Hunger hab?
Nachts um zwei ging es dann aber wirklich los und ich hab mein Frauchen noch einmal geholt, damit sie mit mir zu meiner Wurfkiste geht. Es hat sich dann aber doch alles in allem ganz schön lang hingezogen und ich war froh, dass mein Frauchen die ganze Zeit an meiner Seite war, sie hat sich ja bemüht, ganz ruhig zu bleiben, aber ich glaube sie war ganz schön aufgeregt. Um Uhr 5.30 kam dann mein erstes Baby, ein richtiger kleine Wonneproppen mit 122 Gramm, das nächste um Uhr 6.30 mit 118 Gramm und das letzte um Uhr 10.00 mit 120 Gramm. Ich glaube, es sind zwei Mädchen und ein Bub und ich bin schon sehr gespannt, was wohl Quiriakus zu seinem Nachwuchs sagt. Selbstverständlich sind nach und nach alle anderen Fellnasen gekommen um die Neuankömmlinge zu begutachten und ich hab meinen Nachwuchst bereitwillig präsentiert, zugegeben, nicht ganz ohne Stolz. Auch Quiriakus schaut von Zeit zu Zeit kurz vorbei, trollt sich dann aber wieder, typisch Mann, denkt sich wohl, so lang die so klein sind, soll Frau nur mal alleine machen. Aber ich bin ihm nicht böse und verlaß hin und wieder meine Wurfkiste um mit ihm zu schmusen.
(Anmerkung des Züchters: Ich war sehr erstaunt, wiviel Vertrauen die doch etwas sonst zurückhaltende Doris bei der Geburt in mich gesetzt hat. Sie hat deutlich gezeigt, dass sie mich an ihrer Seite haben möchte und sofort miauend protestiert, wenn ich Anstalten gemacht hab, mich von der Wurfkiste wegzubewegen.)
Aurelias Baby sind da
Eine Woche später bekommt auch Aurelia ihre Babys. Es ist ein Junge und ein Mädchen. Die Geburt findet am 68 Tag statt und es geht alles sehr schnell. Um 12 Uhr setzen die Wehen ein, das erste Baby kommt um Uhr 15.00 und das zweite bereits eine halbe Stunde um Uhr 15.30. Die beiden wiegen 98 und 102 Gramm. Allerdings wollen die Kleinen nicht trinken. Aurelia hat einen Milchstau. Doris kommt bereitwillig zu Hilfe und läßt die Kleinen bei sich saugen. Nach mehreren Telefonaten mit meiner Tierärztin und einer befreundeten Züchterin ist es geschafft. Ich befolge den Rat und massiere die Zitzen von Aurelia um den Milchstau zu lösen. Und tatsächlich, nach ca. 3 Stunden massieren löst sich der Milchstau und die Kleinen können bei ihr trinken.
Die erste Woche trenne ich die beiden Mütter, wenn ich nicht da bin, da die beiden sich immer in eine Wurfkiste reinquetschen wollen. Da dies doch etwas eng ist, besteht die Gefahr, dass sie sich so auf ein Kitten legen. Nach einer Woche dürfen sie dann zusammen bleiben und Aurelia und Doris ziehen ihre Kitten gemeinsam groß.
Die Kleinen entwickeln sich präcthtig. Mit ca. 10 Tagen öffnen sie langsam die Augen, die anfangs noch blau sind und ab der zweiten Woche fangen sie schon an munter in der Wurfkiste herumzukrabbeln. Ab der dritten Woche verlassen sie schon die Wurfkiste zu kleinen Ausflügen. In der vierten Woche gewöhne ich die Kleinen langsam daran zusätzlich zur Muttermilch auch feste Nahrung zu fressen. Aurelias Kitten sind wie die Mutter sehr verfressen und nehmen sofort alles an. Bei Doris Ihren Babys kostet etwas mehr Mühe, aber nach mehrmaligen Versuchen klappt es auch hier. Ab der vierten Woche gehen die Kleinen auch auf die Toilette (das haben sie sich wohl von Mami abggeschaut) und machen auch schon die ersten ganz vorsichtigen Kletterversuche am Kratzbaum. Hier sind wiederum die Babys von Doris die vorwitzigeren.
Es ist eine wahre Freude zu sehen, wie die kleinen heranwachsen und wie sie miteinander spielen und toben. Besonders Felidae ist ganz angetan und legt sich immer mit in die Wurfkiste
Auch Quiriakus hat reges Interesse an seinem Nachwuchs
Natürlich kommt es wie es kommen muss und die Zeit des Abschieds rückt immer näher. Alle fünf haben ein liebevolles neues Zuhause gefunden. Alisha zieht mit zwölf Wochen nur ein paar Kilometer weiter zu einem netten Herren, der bereits einen jungen Siamkater hat. Alisha (jetzt genannt Mizie) und der Siamkater Burschi verstehen sich auf Anhieb prächtig.
Eine Woche später ziehen auch die anderen aus. Asso und Bacil dürfen zusammenlbleiben und ziehen zu einem netten Ehepaar nach München. Die beiden lieben es, mit ihren neuen Eltern zu kuscheln. Hier ein Bild der beiden in Ihrem neuen Zuhause. (Rechts Asso und links Bacil). Die beiden sind auf dem Bild ca. ein halbes Jahr alt und bei Bacil ist schon deutlich der Ansatz der Katerbacken zu erkennen.
Auch Anuscka und Bhaina dürfen zusammenbleiben. Auch sie ziehen zu einer Familie nach München und haben es sehr gern mit den Kindern der Familie zu spielen.
Die Babys von Ivanna
Aber noch ist ja leben im Haus, da zwischenzeitlich auch Ivanna ihre Babys bekommen hat. Auch bei Ivanna geht es sehr schnell und die Geburt ist nach nur zwei Stunden abgeschlossen. Bei dem ersten Baby ist Ivanna etwas unsicher, was sie mit den kleinen Baby machen soll und ich helfe ihr, das Baby aus der Fruchthülle zu befreien, nabel den Kleinen ab und rubbel ihn vorsichtig trocken. Doch beim ersten miau des Kleinen ist sie sofort da und kümmert sich liebevoll um ihn.
Die beiden Kater, Calvin und Clooney, entwickeln sich zu zwei riesen Schmusern und wollen mal so groß wie der Papa werden. Mit 13 Wochen haben die beiden schon ein Gewicht von 2 Kg. Tja, und nach 14 Wochen muss ich auch die beiden schweren Herzens gehen lassen. Clooney geht nach St. Georgen. Dort wartet der dreijähriger Chartreuxkater Eddy auf ihn. Eddy hat seinen treuen Gefährten Chartreuxkater Paul verloren und soll, da er doch trauert, einen neuen Gefährten bekommen und natürlich freut sich Eddy, als dann endlich Clooney bei ihm einzieht.
Calvin bekommt gleich mehrere neue Spielgefährten (zwei Katzen und die Hunde der Familie). Er versteht sich auf Anhieb super mit seinem neuen Frauchen und legt ihr, wenn er auf dem Arm genommen wird immer liebevoll die Pfoten um den Hals.
Jetzt sind alle Rabauken aus dem Haus und ich bin froh, dass alle ein liebevolles Zuhause gefunden haben.